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Flüchtlingsarbeit

„Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen.“

Immer mehr Flüchtlinge kommen zu uns, um hier eine neue Heimat zu finden. Die Gründe für die Flucht sind so verschieden wie das Schicksal jedes einzelnen Flüchtlings: Verfolgung, Folter, Vergewaltigung, Krieg und Bürgerkrieg, drohende Todesstrafe, Zerstörung der Existenzgrundlagen, Armut und Elend. Das Leid, das sie erduldet haben, bis sie bei uns ankommen, ist oft unsagbar groß.

Als Christinnen und Christen ist es unsere Aufgabe, die Flüchtlinge in unserem Land aufzunehmen, ihnen mit Verständnis und Respekt zu begegnen und für verfolgte und gefährdete Menschen einzutreten.

Das biblische Gebot, den Fremden zu schützen, findet sich an verschiedenen Stellen der Bibel. Im Buch Levitikus, dem 3. Buch Mose, heißt es im 19. Kapitel, Vers 33-34: „Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der Herr, euer Gott.“
Den Auftrag Gottes, den Fremden aufzunehmen, unterstreicht auch Jesus in seiner Rede vom Weltgericht. Es ist eines der sieben Werke der Barmherzigkeit: die er benennt: „Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen.“ (Mt 25,35).

Dies ist für uns als Kirche Auftrag, Motivation und Anspruch zugleich. Wir setzen dieses Gebot in unserer Arbeit um, indem wir uns (kirchen-)politisch für die Rechte von Flüchtlingen einsetzen und die Menschen vor Ort beraten und begleiten. Es geht aber auch darum, eine Willkommenskultur für Flüchtlinge zu etablieren mit dem Ziel, Teilhabe zu ermöglichen, Lebensumstände zu verbessern und Flüchtlinge vor drohender Abschiebung zu schützen.

Jede und jeder von uns kann etwas dazu beitragen, dass Flüchtlinge in Oberursel und Steinbach ein neues Zuhause finden. Eine wesentliche Aufgabe ist hierbei mitzuhelfen, dass Asylsuchende ihre Ressourcen, Erfahrungen und Qualifikationen, die sie mitbringen, einbringen können und damit ihre Selbsthilfepotentiale aktivieren.

Lassen Sie sich ermutigen, aktiv daran mitzuarbeiten, dass Menschen, die zu uns kommen und fremd sind, willkommen geheißen werden und bei uns heimisch werden.

„Fluch(t)weg?“

Wenn die Flüchtlinge
zu uns flüchten,
dürfen wir nicht flüchten
in Ausflüchte und Gerüchte.

Ihr Fluchtweg
darf nicht zum „Fluchweg“ werden -
weder zu Wasser, noch zu Land,
weder für sie, noch für uns.

Werden wir
tüchtig statt flüchtig.

© Peter Schott, in: Pfarrbriefservice.de

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Letzte Änderung am 08.09.2015 - 23:47 Uhr von Christoph Sold