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Kirche und Gemeindezentrum St. Bonifatius

Anschrift

Untergasse 27
61449 Steinbach am Taunus

Öffentlicher Nahverkehr


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Vorstellung

Die neue Bonifatiuskirche mit Gemeindezentrum

Geschichte

Im protestantischen Steinbach am Taunus gab es noch 1960 nur 353 Katholiken, die den Gottesdienst in den Nachbargemeinden besuchten. Der durch das Wachstum des Dorfes entstehende Bedarf an einem katholischen Gotteshaus wurde ab 1964 mit einem Kirchenneubau befriedigt; seit 1. September diesen Jahres gibt es die selbständige Katholische Kirchengemeinde. Der erste Gottesdienst konnte am 4. Advent 1964 gefeiert werden. Nach Abschluss aller Bauarbeiten wurde St. Bonifatius am 26. Mai 1966 durch Bischof Wilhelm Kempf geweiht.

Nach 49 Jahren bewegtem Gemeindelebens wurde das Gebäude wegen Unwirtschaftlichkeit und schwerwiegenden Baumängeln niedergelegt. Die feierliche Profanierung wurde am 26. Mai 2013 begangen.

Das Gemeindeleben bis zur Niederlegung wird im „Buch der Kirche“ erzählt, das im Gemeindebüro erhältlich ist.

Architektur der neuen Bonifatiuskirche

Altarraum St. Bonifatius
Wenn man die Entstehung dieses Bauwerks mit einem Leitmotiv überschreiben wollte, wäre dies wohl „Konzentration auf das Wesentliche“ und dies im besten Sinn des Wortes.

Wesentlich ist es in dieser zentralen Lage in Steinbach ein Zeichen zu setzen, einen Ort der Begegnung zu schaffen, der sich nach außen öffnet, die Passanten einlädt und in den Stadtraum hinein eine angemessene Wirkung entfaltet. Wesentlich ist aber auch im Inneren das Gefühl von Geborgenheit und Würde zu vermitteln, die Gläubige wie Besucher in eine kontemplative Stimmung versetzen, die für die Feier des Gottesdienstes, für die stille, persönliche Andacht und für das vertrauensvolle Gespräch mit dem Mitmenschen notwendige Voraussetzungen sind. Die architektonische Herausforderung bestand vor allem darin, diese Wesensmerkmale angemessen und deutlich im Bauwerk zur Geltung zu bringen; dies trotz relativ bescheidener Abmessungen und knappen Budgetvorgaben. Kirche und Gemeindehaus werden in einem kompakten, plastisch durchgestalteten Baukörper organisiert. Ein auf der Ecke angeordneter Kirchturm akzentuiert den in hellem Putz gehaltenen Baukörper. Kirche und Gemeindezentrum werden von der Untergasse aus über ein gemeinsames Foyer erschlossen, dessen großzügige Verglasung Einblicke in das Innere des Gebäudes gewährt und Besucher mit einer einladenden Geste empfängt. Die Reduktion auf wenige ausgesuchte Materialien und Farben dient dazu, die verschiedenen Teile und Funktionen des Gebäudes nach Außen und nach Innen als Einheit erscheinen zu lassen.

St. Bonifatius

St. Bonifatius: Heidentaufe (oben) und Märtyrertod
Der Patron unserer Kirche war ein bekannter Missionar und Kirchenreformer im Frankenreich. Geboren um 673 in Crediton, gestorben am 5. Juni 754 oder 755 bei Dokkum in Friesland, war er Missionserzbischof, päpstlicher Legat für Germanien, Bischof von Mainz und zuletzt Bischof von Utrecht. St. Bonifatius gründete mehrere Klöster (u.a. in Fulda) im damals noch weitgehend heidnischen Germanien.

Während seiner Mission fällte er die dem Thor geweihte Donareiche bei Geismar. Zahlreiche Anwesende, darunter viele Heiden, erwarteten gespannt die Reaktion der heidnischen Gottheit. Dass diese Ausblieb, beeindruckte Sie tief.

Auf einer Missionsreise zu den Friesen wurde St. Bonifatius am Morgen des 5. Juni 754 oder 755 zusammen mit seinen Begleitern am Ufer des Flusses Boorne bei Dokkum von Heiden erschlagen.

Wegen seiner Missionstätigkeit, u.a. in Hessen, Thüringen, Bayern und Friesland im damals noch überwiegend heidnischen Germanien wird er seit dem 16. Jahrhundert als „Apostel der Deutschen“ verehrt. Sein Gedenktag ist sein Todestag, der 5. Juni; seine letzte Ruhestätte befindet sich im Hohen Dom zu Fulda. [Q:Wikipedia]

Datei-Download

Bonifatius-Lied.pdf 50.4 KB
Letzte Änderung am 08.12.2015 - 10:19 Uhr von Christoph Sold