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Kehr um – und glaub an das Evangelium!

Kalenderwoche 9 im Jahr 2017
27.02.2017 - 05.03.2017

von Susanne Degen (Pastoralreferentin)

Kehr um – und glaub an das Evangelium!

Was ist ihr Programm für die Fastenzeit? Manche haben da schon – wie soll man sagen – liebgewordene Herausforderungen. Verzicht auf Alkohol und Süßes dürfte bei den Favoriten liegen, manche lassen auch den Kaffee weg oder werden zum Abschnittsvegetarier. Für andere ist es eine Zeit des Nachdenkens über den Konsum von Gütern und Medien oder über das Ausmaß, das die Arbeit im eigenen Leben einnimmt. Kurzum viele gute Impulse zur Askese, die man verstehen kann als die Kunst, das mir zuträgliche Maß in allen Dingen zu finden.

Vielleicht haben Sie sich auch vorgenommen, sich in dieser Zeit mit anderen zusammen auf den Weg zu machen: Zum Beispiel bei einem Achtsamkeitstraining oder einer Fastenwoche oder ganz buchstäblich beim Solidaritätsgang am 25. März.

Vielleicht suchen Sie auch noch nach einem einfachen Impuls für Ihre persönliche Fastenzeit 2017. Wie wäre es mit dem Satz, den wir hören, wenn das Aschenkreuz auf unsere Stirn gezeichnet wird: Kehr um und glaub an das Evangelium! Glaub an die frohe Botschaft! Lebe sie!

Frohe Botschaft – das ist ein riesiger Container mit schier unglaublichen Inhalten. Bleiben Sie nicht dabei stehen, den Container nur von außen anzuschauen. Fragen Sie sich: Was ist für mich genau das Frohe an dieser Botschaft. Was lässt die Sonne aufgehen? Was bringt mich zum Wachsen? Was macht mein Leben reich? Erzählen Sie es anderen und schenken Sie anderen diese Frage.

Wenn Sie Leben und Glauben, Existenz und Evangelium immer wieder zusammenbringen, wird es vermutlich viele Antworten geben. Jeden Tag neu. Für mich ist eine Antwort auf die Frage „was macht dich froh?“ die Freundschaft Gottes, die ich zu allen Zeiten, auf allen Wegen, in allen Gelegenheiten erfahren, mir in Erinnerung rufen kann. Teresa bringt es sehr schön ins Wort, wenn sie schreibt: „Inneres Beten ist wie das Verweilen bei einem Freund, mit dem wir oft und gern allein zusammen sind, einfach nur um bei ihm zu sein, in der Gewissheit, dass er uns liebt.“ Dabei muss das Verweilen gar nicht lang sein. Manchmal genügt – wie auch sonst – ein Augenblick.

Die frohe Botschaft entdecken, sie leben – und so umkehren. Eine gute Fastenzeit!

Susanne Degen