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Jetzt sind wir Kinder Gottes

Kalenderwoche 17 im Jahr 2018
23.04.2018 - 29.04.2018

von Dr. Harald Schwalbe

Jetzt sind wir Kinder Gottes

In der heutigen zweiten Lesung heißt es: „Jetzt sind wir Kinder Gottes. Aber was wir sein werden, ist noch nicht offenbar geworden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.“

Kinder sind wir, Kinder Gottes.

Kinder Gottes! Gotteskinder!

Wir werden IHM ähnlich sein, denn wir werden IHN sehen, wie ER ist.

Welch Trost!

Welch Gnadenverheißung!

Können wir diese Verheißung hören – heute, hier, jetzt, in Oberursel und Steinbach?

Manchmal erzählen uns Menschen von ihrer Traurigkeit. Oder wir sehen in ihren Augen die Traurigkeit. Oder wir können ihre heilige Seele schauen und wissen um ihre Traurigkeit. Wir hoffen: Könnten sie doch SEINE Zusage hören?

Einigen unter uns ist nicht mehr gegeben als eine bange Hoffnung, dass Gottes Zusage auch uns gelten möge. Die Annahme seiner Zusage ist für viele schwer. Und viele von uns wissen, dass Gottes Zusage unserer Nächsten, unserem Nächsten gilt. „Bitte, auch wenn ich mir nicht sicher um meiner selbst bin, so weiß ich doch genau, dass Dir die Zusage Gottes gilt!“, so empfinden viele. Und wollen diese Zusage ihrer Nächsten, ihrem Nächste zurufen: bei Angst, Trauer, Traurigkeit, Überforderung, Allein sein.

Von Karl Rahner stammt das Wort: „Der, der ich bin, grüßt trauernd den, der ich sein möchte.“

Mir persönlich hilft manchmal, mir vorzustellen, dass Jesus mich anschaut, lächelnd und mich genau wegen meiner Zweifel in die Arme nimmt.